Ihr Traum vom Eigenheim – Darauf sollten Sie unbedingt achten

Laut Uta Maria Schmidt (Architektin und Honorarberaterin der Verbraucherzentrale RLP), sollten Sie Ihren Traum vom Eigenheim im Vorfeld sorgfältig planen.

Die größte Investition Ihres Lebens steht bevor? Darauf sollten Sie im Vorfeld entsprechend gut vorbereitet sein. Der Bau eines neuen Hauses hat gegenüber dem Erwerb einer Bestandsimmobilie einen entscheidenden Vorteil: Sie können Ihr neues Zuhause ganz individuell, nach Ihren eigenen Vorstellungen planen. Dennoch gibt es dabei auch einiges zu beachten. Laut Uta Maria Schmidt (Architektin und Honorarberaterin der Verbraucherzentrale RLP) und Ihrem Interview mit dem Trierischen Volksfreund vom 21.03.2022, sollten Sie im Vorfeld besonders auf folgende Punkte achten:

  1. Finanzierung

Die sichere Finanzierung des Eigenheims sollte an erster Stelle stehen. Mindestens 30 % Eigenkapital wird bei der Finanzierungsplanung empfohlen. Zudem muss im Vorfeld genau kalkuliert werden, ob die monatlichen Tilgungsraten zu leisten sind.

  1. Wo bekomme ich ein passendes Grundstück her?

Verfügbare Grundstücke findet man in der Regel über die bekannten Immobilienportale, über kommunale Immobilien – und Grundstücksbörsen, regionale Printmedien, oder über eine Anfrage an die Stadt oder Gemeinde (untere Bauaufsichtsbehörde)

  1. Mit welchen Zusatzkosten kann ich rechnen?

An Zusatzkosten kommen die Kaufnebenkosten (Notar – und Maklerkosten), oftmals Hausanschlusskosten (zwischen 10 – 15 Tausend Euro) sowie Kosten für die Garten- und Terrassengestaltung (rund 20 – 25 Tausend Euro) auf die Bauherren zu.

  1. Ich möchte nachhaltig Bauen: Welche Baumaterialien sind dafür am besten geeignet?

Grundsätzlich gilt, dass Holz im Vergleich zu Beton nachhaltigeres Bauen ermöglicht. Beispielhafte Vorteile beim Bau mit Holz sind die trockene Bauweise und die gute Dämmung. Nachteile hingegen ergeben sich beim Schallschutz. Hier liefert der Bau eines Holzfertighauses nur mäßige Ergebnisse. Beide Baustoffe weisen somit verschiede Vor – und Nachteile auf. Hier bleibt abzuwägen, auf welche Auswahl man seinen Fokus legen möchte.

  1. Welche Eigenleistungen kann ich beim Bau übernehmen?

Steigende Standards erschweren Eigenleistungen maßgeblich. Eigenes Können und die Einhaltung des Bauzeitenplans sind ebenfalls entscheidend. Gewisse Arbeiten sollte man aufgrund der wegfallenden Gewährleistung (Beispielsweise Dämmung) nicht selber Übernehmen. Empfohlen wird, lediglich abschließende Arbeiten (Tapezieren, Spachteln, Malerarbeiten, Laminieren oder Fliesenlegen) selber durchzuführen.

  1. Welche Förderungsmöglichkeiten gibt es?

Förderungen für nachhaltiges Bauen sind möglich über die ISB und bisher auch über die KFW. Hier wurde die Förderung allerdings aufgrund der großen Menge an Förderanträgen zunächst gestoppt.

  1. Welche Vorgaben müssen beim Bauen beachtet werden?

Die Bauplanung muss laut Bebauungsplan der Stadt oder Gemeinde erfolgen. Hier werden unter anderem die Dachneigung, die Dachfarbe oder das Fensterformat vorgegeben.

  1. Wo finde ich den Bebauungsplan?

Für die Bebauungspläne ist Untere Aufsichtsbehörde zuständig. Bebauungspläne können vielfach online abgerufen werden.

  1. Welche Überraschungen könnten auf mich zukommen?

Aufgrund aktueller Erfahrungen, resultierend aus dem gravierenden Hochwasser an der Ahr im Jahr 2021, sollte man sich ausreichend über den Nutzen einer Elementarversicherung informieren.

Zusammenfassend informiert zum Gesamt-Thema die Verbraucherzentrale im Rahmen ihrer Dienstleistungen und im zeitnah veröffentlichten Handbuch „Baubeschreibung“

Quelle: „Der Traum vom eigenen Haus: Worauf im Vorfeld alles zu achten ist“ im Trierischen Volksfreund vom 21.03.2022.

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