Rasanter Anstieg der Immobilienpreise für Wohngebäude und Bauland im Jahr 2021

Um 14,4 % Prozent gestiegener Baupreisindex im Vergleich zum Vorjahr.

Aufgrund zahlreicher demografischer und wirtschaftlicher Faktoren steigen die Bau – und Immobilienpreise seit 2010 kontinuierlich stark an. Die steigenden Bevölkerungszahlen, das limitierte Angebot sowie niedrige Zinsen sind ausschlaggebende Faktoren, die zu dieser Preisentwicklung führen. Besonders beachtlich ist dabei der gestiegene Baupreisindex für Wohngebäude, welcher zwischen November 2020 und November 2021 um 14,4 % anstieg und der Häuserpreisindex welcher um 12 % anstieg. Die generelle Entwicklung innerhalb der letzten Jahre (Zeitraum 2020-2021) konnte mit folgenden Indizes beobachtet werden:

  • Baupreisindex für Wohngebäude: 29 % Preisanstieg individuell geplanter Ein- und Mehrfamilienhäuser bei einem Anstieg der Inflationsrate von nur 14 %.
  • Preisindex für Bauland: 102 % Preisanstieg für unbebaute, baureife Grundstücke ab 100 m².
  • Häuserpreisindex: durchschnittliche Preisentwicklung „aller typischen Markttransaktionen für Wohnimmobilien (Neubau und Bestand), die als Gesamtpaket, sprich Grundstück und Gebäude, verkauft werden.“ Da sich der Häuserpreisindex von Region zu Region stark unterscheidet wird hier zusätzlich nach Lagen unterschieden. Die durchschnittliche bundesweite Entwicklung lag hier bei einem Anstieg von 65 %.
  • Die verschiedenen Indizes für „selbst genutztes Wohneigentum“ messen einerseits die Preisentwicklung für neue, selbst genutzte Wohnimmobilien und andererseits die Kosten, die mit dem Erwerb oder dem Besitz von Wohnimmobilien einhergehen. Der Erwerb umfasst hier den Kaufpreis und die Kaufpreisnebenkosten (Makler, Grunderwerbsteuer, Grundbucheintragungen und Notar). Der reine Besitz beinhaltet wiederum Instandhaltungskosten, Versicherungsbeiträge und die Kosten für die Hausverwaltung. Der Preisindex für „selbst genutztes Wohneigentum“ ist im genannten Zeitraum ebenfalls um 35 %

Zusammenfassend wird deutlich, dass die Immobilien – und Baupreise kontinuierlich steigen und ein weiterer Anstieg in den kommenden Jahren zu erwarten ist. Mit einem sinkenden Preisniveau in diesem Segment ist vorerst nicht zu rechnen.

Trotz der stetigen Preissteigerungen stellen Immobilien nach wie vor aufgrund eines niedrigen Zinsniveaus eine attraktive Kapitalanlage zum „Werterhalt oder zur Steigerung“ des eigenen Vermögens dar. Mittelfristig ist dies auch weiterhin im aktuellen „Umfeld niedriger Zinsen“ zu erwarten. Die zukünftig zu erwartende Zinserhöhung wird sich vermutlich weitaus weniger auf den Immobilienbereich auswirken als auf den Aktienmarkt. Laut Edgar Walk (Chefvolkswirt Metzler Asset Management) werde selbst eine Erhöhung des Leitzinssatzes auf 1,75 % nur wenig Auswirkung auf Anleiherenditen haben und somit blieben Aktien und Immobilien auch in Zukunft trotz steigender Preise interessant und die erwartete Nachfrage am deutschen Immobilienmarkt damit mittelfristig, auf hohem Niveau, stabil.

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(Quellen: www.faz.net/aktuell/finanzen/zinserhoehungen-prallen-an-immobilien-ab-17728460.html?GEPC=s53, www.destatis.de/DE/Service/Statistik-Campus/Datenreport/Downloads/datenreport-2021-kap-7.pdf?__blob=publicationFile)

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